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Im Film oder nicht im Film, das ist hier die Frage

Wenn Ihr schon immer mal selbst in einem Independent-Film mitspielen wolltet, dann bietet unser Rahmenprogramm am Donnerstag Euch die Chance, genau das zu machen. Und wer sich für die technische und ethische Seite von neuen Filmtechnologien und KI interessiert, ist eingeladen, sich mit uns die Frage zu stellen: Wie sehen Independent-Filme in der Zukunft aus? Wir wollen die Vielfalt der Independent-Szene fördern – Und genau diese Vielfalt ist morgen unübersehbar.

Zwischen Ausgrenzung und Selbstbehauptung

Der Donnerstag startet mit "The Color of Exile".
Der Donnerstag startet mit "The Color of Exile".

Während das FEATURE The Color of Exile tiefgreifenden und verwurzelten Hass thematisiert, drehen sich INDIERAMA Sad and Dark und FEATURE Toter Mann mit Hut eher darum, was passiert, wenn Menschen durch Schicksalsschläge oder ihr eigenes Handeln an ihre Grenzen getrieben werden. Aber auch in diesen Situationen zeigen die Filme Möglichkeiten für Hoffnung und und Selbstbehauptung. 

 

Passend dazu zeigen auch Publikumspreis 3: A closer Look to Reality und Publikumspreis 4: Sünde, Sex und Sühne Grenzen in der Gesellschaft auf - allerdings in einer komplett anderen Art und Weise. Anstatt auf plötzlich auftretende Grenzen einzugehen, dreht sich hier alles um Figuren, welche mit Ausgrenzung konfrontiert sind: marginalisierte Frauen, ums Überleben kämpfende Stadtbewohner, queere Personen in heteronormativen Umfeldern und viele mehr. 

 

Es geht um Schicksale und die Dringlichkeit, Traditionen und Vorurteile zu hinterfragen und zu überwinden. Und gerade diese Botschaft macht die Filmblöcke sehenswert.

 

Vom Zuschauer zum Team

Wie schon angekündigt, habt Ihr am Donnerstag nicht nur die Chance, Filme zu sehen, sondern auch exklusive Einblicke hinter die Kulissen von Independent-Filmen zu erhalten. 

 

Für alle Filmschaffende, Kreative und unabhängige Produzent*innen bieten wir um 11 Uhr den Workshop MASTERCLASS Filmmaking an. Hier lernt Ihr vom Münchner Filmemacher Felix Meinhardt, wie filmnarrative Prinzipien, visuelle Dramaturgie und Positionierungsfragen zu tragfähigen Projektkonzepten verbunden werden und Ihr auch ohne viel Förderung Sichtbarkeit erlangen könnt - natürlich alles nach den Independent-Prinzipien: selbstbestimmt, flexibel und narrativ präzise.

 

Und für alle, die lieber vor der Kamera stehen, gibt es anschließend um 14 Uhr noch The Film Casting. Hier habt Ihr die Möglichkeit, Euer Schauspiel-Talent zu beweisen und mit etwas Glück eine Rolle in einem von zwei Independent-Spielfilmen zu ergattern! Das Casting selbst wird von Meinhardts Team mitgefilmt und auf YouTube veröffentlicht, somit bekommen Teilnehmende noch mehr Sichtbarkeit und vielleicht ja schon bald eine Einladung für die nächste Independent-Produktion.

 

Eintauchen in eine andere Welt

Parallel findet in der Badischen Landesbibliothek eine vor allem für technik- und philosophiebegeisterte Leute spannende Veranstaltung statt. Nachdem die IDIF-XR-Area nun seit einigen Tagen in Betrieb ist, widmet sich ein Diskursraum, moderiert von Regisseur Andreas Dahn, der Frage inwiefern diese Technologie ein Gegenstand der Zukunft ist und was das für sie bedeutet. 

 

Hierbei wird nicht nur über die narrativen und technologischen Aspekte von XR-Medien diskutiert werden. Vielmehr ist auch die Sicht auf gesellschaftliche, politische und ethische Implikationen relevant. Eine VR-Brille, mit der Zuschauende nicht auf eine Leinwand gucken, sondern wirklich im Geschehen sind, verändert das Verhältnis von Mensch, Technologie und Natur. Aber welche Chancen, Möglichkeiten und Risiken ergeben sich aus dieser Änderung?

 

Im offenen Diskurs habt Ihr die Gelegenheit, Eure Meinung über XR-Medien zu äußern, Euch auszutauschen, die ethischen Aspekte von immersiven Medien zu diskutieren - oder einfach zuzuhören, wie andere Technologien wahrgenommen und bewertet werden.

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