Die im Film verhandelten Themen – Ausgrenzung aufgrund von Andersartigkeit, Aberglaube, Migration, familiärer Zusammenhalt und die Suche nach Würde – sind keineswegs auf den Senegal beschränkt, sondern finden sich in ähnlicher Form in vielen afrikanischen Ländern wieder, etwa auch in Burundi. Gerade dort sind soziale Stigmatisierung, fragile ökonomische Strukturen und der Traum von einem selbstbestimmten Leben zentrale gesellschaftliche Realitäten, die künstlerisch aufgearbeitet werden.
Vor diesem Hintergrund kooperieren wir bewusst mit den Burundikids, die nicht nur konkrete Bildungs- und Kulturprojekte in Burundi unterstützen, sondern zugleich eine enge Verbindung zu Karlsruhe und Baden-Württemberg pflegen. Diese Partnerschaft schafft eine authentische Brücke zwischen dem filmischen Diskurs über afrikanische Lebensrealitäten und zivilgesellschaftlichem Engagement vor Ort – und verankert das Thema nachhaltig im regionalen Kontext unseres Festivals.
The themes addressed in the film—exclusion due to otherness, superstition, migration, family cohesion, and the search for dignity—are by no means limited to Senegal, but can be found in similar form in many African countries, including Burundi. There in particular, social stigmatization, fragile economic structures, and the dream of a self-determined life are central social realities that are addressed artistically.
Against this backdrop, we are consciously cooperating with Burundikids, which not only supports specific educational and cultural projects in Burundi, but also maintains close ties with Karlsruhe and Baden-Württemberg. This partnership creates an authentic bridge between the cinematic discourse on African realities and local civil society engagement – and anchors the theme sustainably in the regional context of our festival.
Von jeder verkauften Eintrittskarte dieses Filmprogramms wird 1 Euro an die Burundi Kids gespendet.
Elfenbeinküste/Frankreich/Marokko 2025 | Länge: 90 Min.
Regie: Azlarabe Alaoui
Darsteller: Naky Sy Savane, Abdoulaziz Sall, Zahra Zahou
In einem abgelegenen senegalesischen Dorf sieht sich Ousmane, ein junger Albino, täglich Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt, die auf tief verwurzeltem Aberglauben beruhen. Getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben wagen sie sich in die Weite der Wüste. Unter der unerbittlichen Sonne schöpfen Mutter und Sohn Kraft aus ihrer unerschütterlichen Verbundenheit, um weiterzugehen.
Mit jeder Düne, die sie überqueren, lauern neue Gefahren: Dehydrierung, Erschöpfung und die wachsende Bedrohung durch skrupellose Schmuggler. Ihre Reise führt sie durch die Wüste, durch marokkanische spirituelle Bruderschaften und in die Gefahren der Einreise nach Europa. Diese lebendige Erzählung regt zum Nachdenken über die menschliche Existenz und den Platz jedes Einzelnen in einer sich ständig wandelnden Welt an, in der Andersartigkeit sowohl Quelle der Ablehnung als auch gemeinsamer Bereicherung sein kann.
In a remote Senegalese village, Ousmane, a young albino, faces daily insults and threats fueled by deep-rooted superstitions. Driven by the promise of a better life, they venture into the vast desert. Under a relentless sun, mother and son draw strength from their unwavering bond to keep going. With each dune they cross, new dangers arise: dehydration, exhaustion, and the growing menace of ruthless smugglers. Their journey takes them across the desert, through Moroccan spiritual brotherhoods, and into the perils of crossing into Europe. This vibrant narrative invites reflection on the human condition and on each individual’s place in a constantly evolving world, where difference can be a source of rejection or shared enrichment.
