Filmfestivals sind Räume der künstlerischen Freiheit, des Austauschs und der demokratischen Auseinandersetzung. Ihre Autonomie darf nicht politischem Druck weichen. Die Berlinale steht exemplarisch für diese Offenheit. Wenn Kulturverantwortliche von politischen Erwartungshaltungen abhängig werden, gerät die Unabhängigkeit der gesamten Kulturlandschaft in Gefahr. Kunst- und Meinungsfreiheit sind nicht verhandelbar. Auch die INDEPENDENT DAYS solidarisieren sich mit der Berlinale.
Anlässlich der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg setzen nun deutsche Filmfestivals mit der Social-Media-Kampagne “Kurz mal Demokratie wählen” ein Zeichen. Die gemeinsame Aktion möchte die Bevölkerung dazu aufrufen, im September ihre Stimmen zu nutzen und für demokratische Grundwerte einzustehen. Festivalleiter:innen, Branchenvertreter:innen und bekannte Persönlichkeiten rufen in kurzen Social-Media-Videos zu “Kurz mal Demokratie wählen” auf.
Am vergangenen Freitag gründeten 49 Filmfestivals aus ganz Deutschland den Verband der Filmfestivals. Darunter befinden sich mit den INDEPENDENT DAYS|Internationale Filmfestspiele Karlsruhe und dem dokKa – das Dokumentarfestival gleich zwei Karlsruher Filmfestivals unter den Gründungsmitgliedern.