Im Rahmen der INDEPENDENT DAYS | 25. Internationale Filmfestspiele Karlsruhe werden gleich zwei außergewöhnliche Kurzfilme präsentiert, die zeigen, welches kreative Potenzial in der Verbindung von Filmkunst und Künstlicher Intelligenz steckt: „A Pug’s Date“ von Theresa Probst und „Resonanz“ von Lena Reiser.
Beide Filme entstanden als Bachelor-Arbeiten in einer Kooperation zwischen dem Filmboard Karlsruhe und dem Institut IIIX der Hochschule Karlsruhe (HKA) – und feiern nun am Freitag, 17. April 2026, um 14:30 Uhr im Filmtheater SCHAUBURG ihre Weltpremiere auf der großen Leinwand.
Zwei Filme, zwei Tonalitäten – eine technologische Grundlage
Während „A Pug’s Date“ als liebevoll-humorvoller KI-Trailer für das Festival fungiert, schlägt „Resonanz“ deutlich poetischere und visionäre Töne an. Gemeinsam ist beiden Produktionen jedoch der experimentelle Einsatz von KI als gestalterisches Werkzeug.
Beide Filme haben eine Länge von rund zwei Minuten und nutzen unterschiedliche erzählerische Ansätze, um das Potenzial KI-basierter Produktionsprozesse auszuloten. Was es für einen Mops alles zu erleben gibt! In „A Pug’s Date“ begibt sich der Mops Otto auf eine abenteuerliche Reise durch die Großstadt – mit einem klaren Ziel: ein Date mit Mops-Dame Karlina.
Die urbane Umgebung wird dabei aus Hundeperspektive zur spannungsgeladenen Erlebniswelt. Autos, Menschen und Straßen erscheinen plötzlich riesig und potenziell gefährlich. Doch Otto lässt sich auf seinem Weg zu Karlina nicht aufhalten – schließlich wartet am Ende das gemeinsame Ziel: ein Kinobesuch bei den INDEPENDENT DAYS, natürlich inklusive Popcorn.
Der Film funktioniert zugleich als KI-generierter Festival-Trailer, der auf charmante Weise Lust auf das Event macht und die Marke der INDEPENDENT DAYS spielerisch inszeniert – ganz ohne Dialoge, rein visuell erzählt.
Die Kurzfassung des KI-Trailers auf YouTube:
„Resonanz“ – Eine poetische Reise ins All
Ganz anders, aber ebenso faszinierend ist „Resonanz“. In einer fernen Zukunft wird ein kleiner Roboter von einer Raumstation ins All geschickt, um neues Leben zu entdecken.
Auf einem fremden Planeten trifft er auf die Auralen, deren Welt ihr inneres Leuchten verloren hat. In einer ruhigen, fast meditativen Erzählweise begleitet der Film den Versuch, dieses verlorene Gleichgewicht wiederherzustellen – eine Geschichte über Verbindung, Klang und die Wiederentdeckung von Energie. „Resonanz“ entfaltet dabei eine emotionale, fast philosophische Dimension, die den Einsatz von KI in einen erzählerisch deutlich kontemplativeren Kontext stellt.
KI als Brücke zwischen Technik und Erzählung
Beide Filme stehen exemplarisch für eine neue Generation von Nachwuchs-Filmschaffenden, die KI nicht als Selbstzweck begreifen, sondern als kreatives Instrument einsetzen. Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeiten untersuchten die Regisseurinnen Lena Reiser und Theresa Probst, wie sich KI in Prozesse wie Bildgestaltung, Animation und visuelles Storytelling integrieren lässt. Das Ergebnis sind zwei eigenständige Werke, die trotz gleicher technologischer Basis völlig unterschiedliche ästhetische Handschriften tragen. Die Zusammenarbeit zwischen Filmboard Karlsruhe und der HKA zeigt dabei eindrucksvoll, wie akademische Ausbildung und praktische Medienproduktion ineinandergreifen können.
Mit der Präsentation von „A Pug’s Date“ und „Resonanz“ unterstreichen die INDEPENDENT DAYS einmal mehr ihren Anspruch, innovative Formate und junge Talente zu fördern. Die beiden Filme machen deutlich: Die Zukunft des Films liegt nicht nur in neuen Technologien – sondern in den Menschen, die sie kreativ nutzen.
Ob humorvoller Festival-Trailer oder poetische Science-Fiction-Erzählung – diese beiden KI-Filme zeigen eindrucksvoll die Bandbreite neuer filmischer Ausdrucksformen. Zwei Kurzfilme, zwei Handschriften, eine gemeinsame Vision: Filmemachen neu denken.




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